Soll denn das Bargeld Schritt für Schritt doch abgeschafft werden?

Soll denn das Bargeld Schritt für Schritt doch abgeschafft werden?

Die EU-Kommission verlangt eine Obergrenze für Scheine und Münzen im Privatbesitz. Vieles sprich dafür, dass damit der Anfang vom endgültigen Ende des Bargeldes eingeläutet wird, meint Gunnar Schupelius. Die EU-Kommission will den Bargeldverkehr einschränken: Bürger der Europäischen Union sollen künftig nicht mehr als 10.000 Euro pro Kopf besitzen. So soll die Geldwäsche im Bereich der Organisierten Kriminalität bekämpft werden. Wenn der Europäische Rat und das Europaparlament zustimmen, tritt die Bargeldgrenze per Verordnung in Kraft und ist dann für alle Mitgliedsstaaten bindend. Wäre das der Einstieg in das endgültige Bargeld-Verbot? Nein, sagt die zuständige EU-Kommissarin Mairead McGuinness, „Wir wollen nicht das Bargeld abschaffen.“ Das klingt ein wenig so wie der legendäre Satz von DDR-Staatschef Walter Ulbricht (SED), der im Juni 1961 sagte: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“ Zwei Monate später wurde die Mauer gebaut, die Deutschland teilte. Der Verdacht, dass die Obergrenze für Bargeld der Anfang vom Ende sein könnte, liegt nahe, denn die allgemeine Tendenz geht in diese Richtung. Schon 2016 schlug das Bundesfinanzministerium ein Bargeldverbot ab 5000 Euro vor, vier Jahre später wiederholte der Bundesrechnungshof diese …
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