SARS-CoV-2: Verwandtes Coronavirus bei Fledermäusen in Großbritannien...

SARS-CoV-2: Verwandtes Coronavirus bei Fledermäusen in Großbritannien...

Wir schämen uns, wenn wir nackt sind. Wir schämen uns, wenn wir uns verhaspeln, wenn etwas daneben geht – im Kleinen, oder im Großen. Scham ist ein unangenehmes Gefühl und hat dennoch eine wichtige Funktion in der Gesellschaft. Dank des Schämens lernen bereits kleine Kinder, sich und ihre Verhalten zu reflektieren. Aber was ist, wenn ein Kind sich übermäßig schämt? In der Entwicklungspsychologie stehen Scham und Zweifel der Autonomie gegenüber: Nach dem Stufenmodell von Erik Erikson wird dieser Konflikt von Kindern zwischen zwei und drei Jahren ausgetragen. In dieser Phase ist Autonomieentwicklung wichtig, um ein positives Selbstbild zu entwickeln, also eine Identität. Haben sie jedoch das Gefühl, sich nicht auszuprobieren oder durchsetzen zu dürfen, zweifeln sie – und schämen sich. Strenge Erziehung kann das verstärken und zu zwanghaften Charakterzügen führen. Die Kinder werden besonders streng zu sich selbst, perfektionistisch oder übermäßig selbstkritisch. Zu viel Scham kann sogar krank machen.
More on: www.welt.de