Kritik an RKI-Hospitalisierungsrate: Werte sind "viel zu niedrig"

Kritik an RKI-Hospitalisierungsrate: Werte sind "viel zu niedrig"

Steigt der Wert, stagniert oder sinkt er? Lange war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der wichtige Faktor bei der Bewertung des Infektionsgeschehens in Deutschland. Er berechnete sich aus der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Mit steigender Impfquote verlor die Inzidenz jedoch an Aussagekraft. Geimpfte haben ein wesentlich geringeres Risiko für schwere Verläufe. Die Folge: Die Zahl der schwerkranken Covid-19-Patienten, die auf eine Behandlung im Krankenhaus angewiesen sind, fällt niedriger aus als bei vergleichbaren Inzidenzen im vergangenen Jahr. Künftig sollen sich daher alle Augen auf die Hospitalisierungsrate richten – das hatte der Bundestag in einer Neufassung des Infektionsschutzgesetzes kürzlich beschlossen. Klettert dieser Wert über eine kritische Schwelle – die einzeln von den Bundesländern festgelegt wird – könnten fortan wieder regional strengere Maßnahmen greifen. Einer Überlastung der Kliniken …
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