Italien: Lega-Politiker erschießt Marokkaner

Italien: Lega-Politiker erschießt Marokkaner

Der Parteivorsitzende der Lega, Matteo Salvini, im Juni in einer italienischen Fernsehsendung. Bild: EPA In Italien hat der tödliche Schuss eines Lokalpolitikers der rechtsnationalen Lega auf einen Marokkaner die Debatte über Notwehr neu entfacht. Lega-Chef Salvini spricht von „legitimer Selbstverteidigung“. Augenzeugen widersprechen. 2 Min. Permalink: https://www.faz.net/-gq5-adzxw Der tödliche Schuss, den ein Lokalpolitiker der rechtsnationalen Partei Lega am Dienstagabend auf einen 39 Jahre alten Marokkaner abgegeben hat, hat in Italien die Debatte über das Notwehrrecht und über den Waffenbesitz aufs Neue entfacht. Zu dem tödlichen Zwischenfall in der Stadt Voghera in der Provinz Pavia war es gekommen, nachdem der aus Marokko stammende Mann und der für Sicherheit zuständige Lega-Stadtrat Massimo Adriatici aneinandergeraten waren. Nach Medienberichten hatte der wegen verschiedener Delikte, vor allem aber wegen seiner offenkundigen psychischen Instabilität bekannte Marokkaner vor einer Kaffeebar in der etwa 70 Kilometer südlich von Mailand gelegenen Stadt Passanten und Kunden des Gastronomiebetriebs belästigt. Stadtrat Adriatici soll den Mann zur Rede gestellt und die Polizei alarmiert haben. Daraufhin kam es kurz nach 22 Uhr offenbar zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern. Politischer Korrespondent für Italien, …
More on: www.faz.net