Der Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse": "Am Ort Schule fasziniert mich die zwischenmenschliche Dynamik"

Der Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse": "Am Ort Schule fasziniert mich die zwischenmenschliche Dynamik"

Die erste Szene in Maria Speths Dokumentarfilm „Herr Bachmann und seine Klasse“ muss gleich mal wiederholt werden. Es ist jedoch keine Regie-Anweisung, Dieter Bachmann findet bloß die Performance seiner Schülerinnen und Schüler unbefriedigend: zu laut, zu unruhig, zu trödelig. Also alle wieder raus aus dem Klassenzimmer und noch mal von vorne. Im zweiten Versuch klappt es besser, Bachmann ist happy – und zur Belohnung dürfen die Mädchen und Jungen noch ein zweiminütiges Nickerchen machen. So beginnt ein ganz normaler Schultag in der Klasse 6b der Georg-Büchner-Gesamtschule im nordhessischen Stadtallendorf. Später sagt der Lehrer Bachmann, dass die „Dressur“ nur zehn Prozent seiner Arbeit ausmache. Die übrigen neunzig zeigen Maria Speth ("Neun Leben") und ihr Kameramann Reinhold Vorschneider in ihrer dreieinhalbstündigen Langzeitstudie mit großer Geduld für die „unscheinbaren Momente, die nur kurz …
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