Von Boosts und B-Zellen: Wie die zweite Impfdosis den Covid-Schutz optimiert

Von Boosts und B-Zellen: Wie die zweite Impfdosis den Covid-Schutz optimiert

Berlin - Manche Corona-Impfstoffe werden zweimal gespritzt, andere beschränken sich auf eine Dosis. Bei den einen soll der Abstand sechs Wochen sein, bei den anderen zwölf Wochen. Um zu verstehen, warum die meisten Vakzine auf eine zweite, Booster genannte Dosis setzen, ist es wichtig sich klarzumachen, wie diejenigen Zellen arbeiten, die Antikörper herstellen: die B-Zellen. Erhält ein Mensch, der noch nicht mit Sars-CoV-2 infiziert war, die erste Impfdosis des RNA- oder Vektor-Vakzins, werden die Körperzellen dazu gebracht, das Spike-Protein des Virus herzustellen. Daran binden sich die B-Zellen, eine Art von weißen Blutkörperchen. Dadurch werden sie aktiviert, wandern in den nächsten Lymphknoten und vermehren sich mit Unterstützung durch sogenannte T-Helferzellen schnell. Dass es B-Zellen gibt, deren Rezeptoren neue Krankheitserreger aufspüren können, liegt daran, dass der Körper für derartige Situationen vorsorgt. B-Zellen werden nach einer Art Zufallsprinzip hergestellt. Jeder Mensch verfügt über etwa zehn Milliarden verschiedene Varianten davon, die jede erdenkliche dreidimensionale Struktur binden können. „Egal womit ich mich infiziere, mein Körper ist vorbereitet“, sagt Ralf Küppers, Professor für Zellbiologie an der Universität Duisburg-Essen. Jede B-Zelle trägt einen etwas anderen Rezeptor, der …
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