Razzien in zehn Bundesländern:Seehofer verbietet Salafisten-Verein

Razzien in zehn Bundesländern:Seehofer verbietet Salafisten-Verein

Unter dem Vorwand, Muslimen in Krisengebieten humanitäre Hilfe bereitzustellen, sammelt der Düsseldorfer Verein Ansaar International seit Jahren Spendengelder ein. Doch das Innenministerium ist überzeugt: In Wirklichkeit dient das Geld der Terrorfinanzierung. Nun wird der Verein verboten. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den salafistischen Verein Ansaar International sowie mehrere Teilorganisationen der islamistischen Vereinigung verboten. Wie sein Sprecher, Steve Alter, auf Twitter schreibt, sagte der Minister: "Wer den Terror bekämpfen will, muss seine Geldquellen austrocknen." Begründet wird das Verbot damit, die Spendensammlungen von Ansaar seien in der Absicht erfolgt, diese an terroristische Vereinigungen im Ausland weiterzugeben, insbesondere an die Al-Nusra-Front in Syrien, an die palästinensische Hamas sowie an Al-Shabaab in Somalia. Durch die unwahre Angabe, die Gelder würden ausschließlich humanitären Zwecken zugutekommen, seien Spender betrogen worden. Wie der "Spiegel" und der "Tagesspiegel" berichten, durchsucht die Polizei seit dem Morgen 70 Wohnungen und Räume von Mitgliedern des 2012 in Düsseldorf gegründeten Vereins in insgesamt zehn Bundesländern - darunter Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg. Zahlreiche Datenträger seien beschlagnahmt worden. Gegen mehrere Mitglieder laufe zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland. …
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