Der Kampf einer Stadt um ihr Airbus-Werk

Der Kampf einer Stadt um ihr Airbus-Werk

Das Werk Puerto Real hat mehrfach zu kämpfen. Es produzierte größtenteils für den Airbus A380, dann kam die Corona-Krise. Jetzt steht es vor der Schließung. Doch die Stadt wehrt sich. Denkt man an spanische Küstenstädte, kommt einem zunächst der Tourismus in denn Sinn. Doch Puerto Real, das in der Bucht von Cádiz und zwölf Kilometer von der andalusischen Stadt gleichen Namens entfernt liegt, ist für etwas anderes bekannt: für Industrie und Widerstand. Trotz der vier Strände und zwei Naturparks der Stadt mit 42.000 Einwohnern Stadt ist der wichtigste Wirtschatszweig die Industrie, genauer gesagt: Die Schiffswerft des spanischen staatlichen Unternehmens Navantia und die Luftfahrtindustrie um das Airbus-Werk. Bis 2007 saß in Puerto Real auch eine Fabrik von Delphi Automotive Systems. Der Autoersatzteile-Hersteller aus Michigan heißt heute Aptiv. Die Verlegung der Produktion nach Polen bedeutete den Verlust von 2900 Arbeitsstellen. Demonstrationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter blieben erfolglos. Heute, 14 Jahre später, droht Puerto Real und den Arbeitnehmenden ein weiterer Schlag: die Schließung des Airbus-Werkes. Der europäische Luftfahrtriese beschäftigt 470 Menschen vor Ort, weitere 1700 Mitarbeiter der Zulieferer bangen auch um ihre Jobs. …
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