Berliner Anwälte stellen Anzeige gegen Lukaschenko: Folteropfer klagen Präsidenten von Belarus in Deutschland an

Berliner Anwälte stellen Anzeige gegen Lukaschenko: Folteropfer klagen Präsidenten von Belarus in Deutschland an

Vier Berliner Anwälte haben den belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko angezeigt. Die Juristen teilten mit, „im Namen und in Vollmacht von Folteropfern“ hätten sie Strafanzeige beim Generalbundesanwalt (GBA) in Karlsruhe erstattet - sowohl gegen Lukaschenko als auch gegen Sicherheitsbeamte seiner Regierung. Die Anwälte Mark Lupschitz, Onur Özata, Roland Krause und Benedikt Lux teilten mit, sie seien von zehn Opfern dazu beauftragt worden. Ihnen lägen Hinweise zu mehr als 100 Fällen dokumentierter Folter durch Beamte in Belarus vor. Ihre Mandanten, von denen einige im deutschen Exil leben, stellten sich „vollumfänglich“ für Ermittlungen zur Verfügung. Lux ist auch Berliner Grünen-Abgeordneter. „Alle Mandanten berichten von Festnahmen aus nichtigen Anlässen, Folter und Misshandlungen für die Tage ihrer Inhaftierung“, schreiben Anwälte in einer Erklärung. „Währenddessen wurden sie in viel zu engen Zellen oder Transportern eingesperrt und über mehrere Tage körperlich misshandelt, gedemütigt, bedroht, beleidigt und auf andere Weise entwürdigt.“ [Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Im August vergangenen Jahres demonstrierten Oppositionelle gegen …
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