Bauherr gegen Architekt

Bauherr gegen Architekt

Planer erbringen vorwiegend – hinsichtlich der von ihnen geschuldeten Architektenleistungen – keine gegenständlichen, sondern vielmehr geistige Leistungen. Diese schlagen sich zwar in Planunterlagen und Ausschreibungstexten nieder. Vergegenständlicht wird jedoch durch den bauausführenden Unternehmer deren Leistung. Dies führt zu einer zwingenden Abstraktion. Denn dann, wenn sich die geistige Leistung des Architekten im realisierten Bauvorhaben niedergeschlagen hat, kann ein etwaig aufgetretener Mangel, wie etwa eine Fassadendurchfeuchtung, nicht durch das Neuerstellen einer als fehlerhaft erkannten Planung beseitigt werden. Vielmehr bedarf es des Einsatzes des Fassadenbauunternehmens. Dieses muss durch eine korrigierte Ausführung dafür Sorge tragen, dass die Durchfeuchtung abgestellt wird. Für den ohnehin bereits beeinträchtigten Bauherrn stellte sich bisher bei einem Mangel am errichteten Objekt das Geltendmachen von Schadenersatzansprüchen gegenüber dem Planer vor dem vorbezeichneten Hintergrund vereinfacht dar. Da durch die erbrachte geistige Architektenleistung …
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